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My SüdtirolUnabhängige Beobachtungsstelle für Südtirol und Bozen

My Südtirol, Brennpunkt «Hitze»

Kühles Bozen

Ein Netz kühler Orte, offen für alle, und ein Anruf bei allen, die allein leben: für den Sommer 2027 in Bozen.

Die Tropennächte in Bozen sind von einer Handvoll pro Jahr in den 1960er-Jahren auf zwanzig und mehr gestiegen. Ich schlage vor, dass die Gemeinde vor dem Sommer 2027 die kühlen Orte, die es schon gibt, erfasst und kennzeichnet, sodass alle einen davon in zehn Gehminuten erreichen, dass sie diese an Tagen mit Hitzewarnung auch abends und am Samstag offen hält und dass während der Hitzewarnungen jemand alle zwei Tage die allein lebenden Menschen ab 75 Jahren anruft, die sich in ein Register eingetragen haben.

Stand
Begründeter Vorschlag, zu besprechen mit der Gemeinde, dem Betrieb für Sozialdienste, dem Sanitätsbetrieb und den Vereinen, die schon mit älteren Menschen arbeiten. Version 1.1 vom 29. Oktober 2026; deutsche Fassung vom selben Tag, übersetzt aus dem Italienischen.
Wer entscheiden kann
Die Gemeinde Bozen (Sozialpolitik, Bibliotheken und Bürgerzentren, Zivilschutz der Gemeinde) mit dem Betrieb für Sozialdienste Bozen, der die Hauspflege und das Seniorentelefon führt. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb für die aktive Überwachung, die der staatliche Plan vorsieht. Das Land, das laut der italienischen Pressemitteilung des Landtags mit dem Landesgesundheitsplan 2026–2030 verpflichtende Maßnahmen ab 2027 angekündigt hat.
Geschätzte Kosten
Rund 180.000 Euro pro Sommer, weniger als 2 Euro pro Einwohner. Berechnung und Annahmen weiter unten.
Zeitplan
Entscheidung bis März 2027, Brief an die allein lebenden Einwohnerinnen und Einwohner ab 75 Jahren im April, Netz offen ab 1. Juni, Überprüfung Ende Sommer 2027.
Was neu ist
Ein Netz von Klimaoasen haben die Opposition im Gemeinderat im Juni 2026 und zwei Beschlussanträge im Landtag im September 2026 schon gefordert, ohne Erfolg; die Gemeinde hat ein Sommerangebot für ältere Menschen, «Sommerfrische in der Stadt», mit zwei Standorten. Mein Beitrag ist der praktische Entwurf für die Stadt: welche Orte, und wo welche fehlen, die Öffnungszeiten bei Hitzewarnung, ein Register mit aktiven Anrufen, die Kosten und eine Methode, um festzustellen, ob es wirkt.

Das Problem in Zahlen

Eine Nacht ist eine Tropennacht, wenn die Temperatur nicht unter 20 °C fällt: Der Körper kühlt nicht ab, und gerade die Nächte, mehr als die Tage, belasten ältere und kranke Menschen. In Bozen gab es laut den Beobachtungen des Landesamts für Meteorologie und Lawinenwarnung, ausgewertet von Eurac Research, zwischen 1961 und 1970 im Schnitt 4 Tropennächte pro Jahr; zwischen 2021 und 2025 waren es im Schnitt 20, mit dem Rekord von 28 im Jahr 2024. Die Grundtendenz der Reihe ist von etwa 4 auf etwa 20 Nächte pro Jahr gestiegen, und der Anstieg ist statistisch signifikant.1

Tropennächte in Bozen, 1961–2025

Nächte mit einer Tiefsttemperatur von mindestens 20 °C, pro Jahr; die zweite Linie ist der Tiefpassfilter, mit dem Eurac die Grundtendenz zeigt. Keine Beobachtung für 1979. Quelle: Eurac Research, Klimawandel Monitoring Südtirol, auf Daten des Landesamts für Meteorologie und Lawinenwarnung.1

Der Sommer 2026 hat alles übertroffen: Laut der Bilanz des Landeswetterdienstes gab es in Bozen 27 Tage mit Höchstwerten über 35 °C und 32 Tropennächte (die letzten Maitage mitgezählt), fünf Hitzewellen, und am 30. Juli stieg die Temperatur auf 38,9 °C.2 In der Hitzewelle Ende Juni verzeichneten die Notaufnahmen in Bozen, Meran und Brixen etwa 10 % mehr Zugänge, vor allem von gebrechlichen oder vorerkrankten Menschen.3

Was die Hitze an Menschenleben kostet, sagen nur Modellschätzungen, die man vorsichtig lesen muss. Eine Studie des Imperial College London und der London School of Hygiene and Tropical Medicine, veröffentlicht am 23. Oktober 2026 und von der Zeitschrift Nature Health angenommen, schätzt die hitzebedingten Todesfälle von Juni bis August 2026 in 854 europäischen Stadtgebieten auf über 50.000, zwei Drittel davon durch die menschengemachte Erwärmung; für Bozen liegt die Schätzung bei 43 Todesfällen, 68 % davon dem Klimawandel zugeschrieben.4 Diese Zahlen entstehen, indem man statistische Kurven zwischen Temperatur und Sterblichkeit anwendet, nicht indem man Todesfälle einzeln zählt: Sie geben die Größenordnung des Risikos an, nicht die Namen der Verstorbenen.

Wer am meisten gefährdet ist, wissen wir: sehr alte Menschen, Alleinlebende, chronisch Kranke, wer in oberen Stockwerken ohne Klimaanlage wohnt. In Bozen ist jeder vierte Einwohner 65 Jahre oder älter, und 11.752 Menschen ab 60 Jahren leben allein; 1990 waren es 6.470.5 Wie viele Menschen ab 75 Jahren allein leben, veröffentlicht die Gemeinde nicht. Man kann es schätzen: Bei der ständigen Volkszählung 2023 machten in den als Städte eingestuften Gemeinden Nordostitaliens die Einpersonenhaushalte von Menschen ab 75 Jahren 11,1 % aller Haushalte aus;6 auf die 51.214 Haushalte Bozens angewandt, ergibt dieser Anteil etwa 5.700 Personen, eine Größenordnung zwischen 5.000 und 6.000. In den italienischen Städten geben außerdem 3,9 % der allein lebenden Menschen ab 75 Jahren an, niemanden zu haben, auf den sie zählen können, weder Verwandte noch Freunde noch Nachbarn.6 In Bozen wären das etwa zweihundert Menschen.

Was es schon gibt

Die Gemeinde hat ein Sommerangebot für ältere Menschen, «Sommerfrische in der Stadt» (italienisch «Un'estate da brivido»). 2026 waren vom 29. Juni bis zum 28. August von 10.30 bis 17 Uhr zwei klimatisierte Standorte mit Mittagessen und eigenem Fahrdienst geöffnet: der Seniorentreff «Club della Visitazione» in der Europaallee am Dienstag, Mittwoch und Freitag, der Seniorentreff «Associanziani» in der Claudia-Augusta-Straße am Dienstag und Donnerstag. Die Anmeldung erfolgt über die Hauspflegedienste, Auskünfte gibt das Seniorentelefon des Betriebs für Sozialdienste.7 Wie viele Menschen teilgenommen haben, hat die Gemeinde nicht veröffentlicht. Verglichen mit 2024, als es nur einen Standort an einem Tag pro Woche gab, ist das ein großer Fortschritt. Aber es bleibt ein Angebot für Menschen, die selbständig sind und sich anmelden, tagsüber an Werktagen: kein Netz von Orten, die alle betreten können, und kein Weg, jene zu erreichen, die ihre Wohnung nicht verlassen.

Bozen ist eine der 27 Städte, für die das Gesundheitsministerium vom 25. Mai bis zum 20. September, bei anhaltendem Risiko bis zum 30. September, ein Hitzewarnbulletin veröffentlicht. Die staatlichen Leitlinien, im Juli 2026 aktualisiert, sehen Register der Gefährdeten («anagrafi dei suscettibili») vor und eine aktive Überwachung der eingetragenen älteren Menschen durch die Hausärzte während der Hitzewellen, mit Hausbesuchen ab Warnstufe 2.8 Ob und wie das in Bozen geschieht, ist nicht veröffentlicht.

Die lokale Politik hat ein Netz von Klimaoasen schon diskutiert und abgelehnt. Ende Juni 2026 lehnte der Gemeinderat ein Paket von 17 Vorschlägen der Opposition zur Anpassung an die Hitze ab, darunter ein Netz von Klimaoasen und ein besserer Schutz älterer und gebrechlicher Menschen; die Mehrheit argumentierte, die Verwaltung arbeite bereits an diesen Themen.9 Am 10. September 2026 lehnte der Südtiroler Landtag zwei Beschlussanträge ab: Nr. 443/26 des Team K, für einen Hitzeschutzplan des Landes und eigene Pläne für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen (15 Ja, 18 Nein, 1 Enthaltung), und Nr. 448/26 der Grünen Fraktion, «Südtirol braucht einen Hitzeschutzplan», der unter anderem ein landesweites Netz kostenlos zugänglicher «Cool Zones» in Bibliotheken, Kulturhäusern, Kinos, Museen, Jugendzentren, Seniorenstrukturen und Kirchen verlangte, eine Karte dieser Orte, digital und auf Papier, und eine Informationskampagne für gefährdete Gruppen ab Sommer 2027 (15 Ja, 19 Nein). Laut der italienischen Fassung der Pressemitteilung des Landtags sagte Gesundheitslandesrat Hubert Messner in der Debatte, die Überarbeitung des Landesgesundheitsplans 2026–2030 sehe ab 2027 verpflichtende Maßnahmen zum Hitzeschutz und die Überwachung der Hitzewellen vor, und die Gemeinden seien aufgerufen, eigene Pläne auszuarbeiten. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer berichtete, Meran und Bozen hätten auf Anfrage geantwortet, dass es klimatisierte Aufenthaltsorte gebe, diese aber wenig genutzt würden, weil ältere Menschen oft Mühe hätten, sie zu erreichen. Der Abgeordnete Franz Ploner erinnerte daran, dass in Frankreich die Gemeinden die Sozialdienste damit beauftragen, allein lebende ältere Menschen zu besuchen, und dass man das auch in Südtirol tun könnte. Die deutsche Fassung der Pressemitteilung gibt die Debatte kürzer und anders wieder.10 Der folgende Vorschlag geht von zwei Beobachtungen aus: Die Orte gibt es, aber man erreicht sie nicht, und wer allein ist, muss zu Hause aufgesucht werden.

Was wir von anderswo wissen

Barcelona. Das Netz der Klimaoasen («refugis climàtics») umfasst im Sommer 2026 mehr als 500 Räume: Bibliotheken, Bürgerzentren, Museen, Schulen, Parks und, als «Mikro-Oasen», mehr als sechzig Apotheken, Geschäfte und Einrichtungen. Die Stadt hat nichts gebaut: Sie hat erfasst, was da war, es mit einem Schild an der Tür und einer Karte gekennzeichnet und empfohlene Bedingungen festgelegt (Klimaanlage um 26 °C, Sitzplätze und nach Möglichkeit kostenloses Trinkwasser). Das entscheidende Ergebnis ist die Entfernung: 99,2 % der Einwohner haben eine Klimaoase in zehn Gehminuten, 76,8 % in fünf. Die Grenze ist der August: An einem Sonntag im August sinkt die Abdeckung in zehn Minuten auf 92,3 % der Einwohner, und laut einer Studie, über die der Fatto Quotidiano berichtete, ist an diesen Tagen nur etwa 48 % des Netzes geöffnet.11 Mit Barcelona als Vorbild schätzt Legambiente für Italien einen Mindestbedarf von mindestens 5.900 Klimaoasen, bis zu fast 17.000 für ein dichteres Netz: im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine pro etwa 10.000 Einwohner im ersten Fall, eine pro 3.500 im zweiten. Für Bozen hieße das zehn bis dreißig Orte.12

Paris. Seit 2004 führt die Stadt ein freiwilliges Register, heute REFLEX genannt, für isolierte ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen: Man meldet sich telefonisch oder mit einem Formular an, selbst oder über Angehörige, Nachbarn oder den Arzt. Bei einer Hitzewarnung rufen von der Stadt beauftragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Eingetragenen innerhalb der ersten 48 Stunden an, mit einer zweiten Runde, wenn die Hitzewelle anhält, und mit einem Fragebogen, der jeder Person eine Punktzahl zuweist. Die Seite der Verwaltung des 20. Arrondissements, im Juni 2026 aktualisiert, nennt an einer Stelle 9.600 und an einer anderen etwa 10.650 Begünstigte; 2019 berichtete France Bleu von etwa 7.500 Eingetragenen mit einem Durchschnittsalter von 84 Jahren.13 Grundlage ist ein Gesetz von 2004, entstanden nach dem Sommer 2003, das jede französische Gemeinde verpflichtet, ein Register gefährdeter Personen zu führen.

Frankreich und Italien, die Pläne. Nach den fast 15.000 Toten im August 2003 hat Frankreich einen nationalen Plan aufgebaut: Warnungen, Gemeinderegister, Anrufe, Information. In der Hitzewelle vom Juli 2006 gab es bei vergleichbaren Temperaturen etwa 2.000 zusätzliche Todesfälle statt der etwa 6.400, die das auf den Vorjahren aufgebaute Modell erwarten ließ.14 In Italien gibt es den nationalen Plan seit 2004; eine Studie über 23 Städte hat die Jahre 1999–2002 mit drei Zeiträumen zwischen 2005 und 2016 verglichen und festgestellt, dass der Anteil der Todesfälle, die der Hitze zuzuschreiben sind, von 6,3 % auf 4,1 % gesunken ist, das entspricht etwa 1.900 vermiedenen Todesfällen.15

Italienische Städte, Sommer 2026. Mailand hat 116 «spazi freschi» (kühle Räume) in den neun Stadtbezirken ausgewiesen, von schattigen Grünflächen mit Bänken und Trinkbrunnen bis zu Stadtteilhäusern und klimatisierten Bibliotheken; Bologna 24 Klimaoasen in Innenräumen, mit Klimaanlage, Sitzplätzen, Toiletten und Wasser, dazu ein Projekt, das die Laubengänge als schattige Wege zwischen ihnen nutzt; Florenz 53, und in den Sommern 2022 und 2025 hatte es die Hausärzte gebeten, allein lebende ältere Menschen für die aktive Überwachung zu melden; Verona ein wöchentliches Gesprächstelefon für über 80-Jährige, für das man sich über die Sozialzentren der Stadtteile anmeldet. Schon 2025 betreute Aosta etwa 600 Menschen telefonisch.16 In Trient vereinte das Netz «Pronto Pia», über das die Zeitung l'Adige 2017 berichtete, 250 Freiwillige aus 25 Vereinen für allein lebende ältere Menschen: Gesellschaft, Begleitung, kleine Besorgungen und Behördengänge, Abholen und Abgeben von Blutproben.17

Wie belastbar diese Belege sind

Für die beiden Maßnahmen, die ich vorschlage, sind die Belege unterschiedlich stark, und das gehört gesagt. Dass Kühle dem Körper Erleichterung bringt, ist nachgewiesen, aber die Wirkung hält nur so lange wie der Aufenthalt: In einem Laborexperiment senkten zwei Stunden in der Kühle während eines neunstündigen Hitzetags die Körperkerntemperatur älterer Menschen um etwa 0,8 °C, die aber nach der Rückkehr in die Hitze wieder stieg, ohne Unterschiede bei der Herzfrequenz. In der Fall-Kontroll-Studie zur Hitzewelle in Chicago 1995 hatten Menschen mit einer funktionierenden Klimaanlage zu Hause oder mit Zugang zu einem Verkehrsmittel ein geschätztes Sterberisiko von etwa einem Drittel der übrigen.18 Es zählt also die Zeit in der Kühle, und wer zu Hause keine Kühle hat, muss sie erreichen können. Dass ein Netz von Klimaoasen die Todesfälle in einer Stadt verringert, hat dagegen noch niemand im Feld gemessen: Eine systematische Übersichtsarbeit von 2025 fand keine Studien mit tatsächlichen Gesundheitsergebnissen der Menschen, die solche Zentren nutzen.19 Die Schwachstelle ist die Nutzung: In einer Umfrage unter älteren Menschen in Arizona waren nur 8 % je dort gewesen, und 36 % wussten, wo ein solches Zentrum liegt; in Umfragen unter der Allgemeinbevölkerung einiger US-Städte nutzten sie zwischen 4 % und 9 %, und in Toronto wusste weniger als ein Viertel der Befragten, dass es sie gibt. Die meistgenannten Hürden: nicht wissen, wo sie sind, der Weg dorthin und dass man keine Haustiere mitnehmen darf.20 Die Mühe, hinzukommen, ist dieselbe, die Bozen dem Land gemeldet hat. Für aktive Anrufe sind die Belege besser, aber indirekt: In Frankreich und Italien folgte auf die vollständigen Pläne, zu denen Anrufe und Überwachung gehören, eine viel niedrigere Hitzesterblichkeit; doch das sind Vergleiche zwischen vorher und nachher, und das Verdienst gehört dem Ganzen (Warnung, Information, mehr Klimaanlagen, mehr Bewusstsein), nicht einer einzelnen Maßnahme. Ihr Vorteil ist ein anderer: Sie erreichen jene, die das Haus nicht verlassen, also genau die Menschen, die eine Klimaoase nicht erreicht. Deshalb schlage ich beides zusammen vor, und ich schlage vor, es zu messen.

Was ich vorschlage

Zwei einfache Dinge, vor dem Sommer 2027 umzusetzen, mit dem, was die Stadt schon hat.

Ein Netz kühler Orte, gekennzeichnet und gemessen. Die Gemeinde erfasst die öffentlichen und privaten Räume, die klimatisiert oder von Natur aus kühl sind und an heißen Tagen allen ihre Tür öffnen wollen: Stadt- und Landesbibliotheken, Säle und Bürgerzentren der Stadtviertel, Museen, Kirchen, die das möchten, die beiden Standorte der «Sommerfrische in der Stadt», Einkaufszentren, Parks mit Schatten und Wasser. Sie legt Mindestanforderungen fest, nach dem Vorbild der Empfehlungen von Barcelona: Sitzplätze, Trinkwasser, wo möglich eine Toilette, eine Temperatur um 26 °C, kein Konsumzwang. Jeder Ort bekommt ein Schild an der Tür, in der ganzen Stadt gleich, und alle stehen auf einer dreisprachigen Karte, auf Papier und online, mit den Öffnungszeiten. Ziel ist, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner einen solchen Ort in zehn Gehminuten haben; überprüft wird das auf der Karte, Stadtviertel für Stadtviertel.

Das Material ist vorhanden. In OpenStreetMap sind innerhalb der Gemeindegrenzen 16 Bibliotheken, 11 Säle und Bürgerzentren, 14 Museen, 60 Kultstätten, 87 öffentlich zugängliche Parks und Gärten und 122 Trinkbrunnen verzeichnet: Selbst ohne die Bibliotheken von Schulen und Instituten sind das mehr als dreißig Innenräume, bevor man Kirchen und Geschäfte mitzählt.21 Die Tabelle unten verteilt sie auf die Stadtviertel. Europa-Neustift ist am schlechtesten ausgestattet: zwei Bibliotheken, vier Säle, kein Museum, sechs Trinkbrunnen. Welche Orte klimatisiert sind und welche im Sommer geöffnet haben, steht nicht in den Daten: Das muss die Erhebung als Erstes klären.

Mögliche kühle Orte in Bozen, nach Stadtviertel, laut OpenStreetMap (Oktober 2026)

StadtviertelBibliothekenSäle und BürgerzentrenMuseenKultstättenParks und GärtenTrinkbrunnen
Zentrum-Bozner Boden-Rentsch427261645
Gries-Quirein612122825
Europa-Neustift240246
Don Bosco33293428
Oberau-Haslach11311518
Bozen1611146087122

Zählung der OpenStreetMap-Elemente innerhalb der Gemeindegrenze, den fünf Stadtvierteln zugeordnet; Parks, Gärten und Trinkbrunnen nur, wenn sie nicht als privat markiert sind; die Bibliotheken umfassen Universitäts-, Schul- und Forschungsbibliotheken. OpenStreetMap wird von Freiwilligen gepflegt und kann unvollständig sein: Die Zahlen sind ein Ausgangspunkt für die Erhebung, nicht die Erhebung selbst.21

Öffnungszeiten bei Hitzewarnung. An den Tagen, an denen das staatliche Bulletin für Bozen Stufe 2 oder 3 anzeigt, bleibt mindestens ein Ort pro Stadtviertel bis 20 Uhr und am Samstag geöffnet, und im August schließt er nicht. Das sind die Stunden, in denen die Wohnungen nicht mehr abkühlen und die Tagesangebote schon geschlossen haben. «Sommerfrische in der Stadt» läuft weiter wie bisher, für alle, die Mittagessen und Fahrdienst brauchen.

Ein Register und ein Anruf. Der Betrieb für Sozialdienste eröffnet nach Pariser Vorbild ein freiwilliges Register für allein lebende Menschen ab 75 Jahren; eintragen kann man sich über das bestehende Seniorentelefon, mit einem Formular auf Papier oder über Angehörige, den Hausarzt, die Apotheke oder die Pfarrei. Im April schreibt die Gemeinde allen Einwohnerinnen und Einwohnern ab 75 Jahren, die laut Melderegister allein leben, mit der Einladung, sich einzutragen, und der Karte der kühlen Orte. An Tagen mit Hitzewarnung bekommt jede eingetragene Person alle zwei Tage einen Anruf, von einer Fachkraft oder einer geschulten freiwilligen Person, mit wenigen, von Ärzten formulierten Fragen: Wie geht es Ihnen, trinken Sie genug, ist die Wohnung kühl, haben Sie jemanden? Wer besorgniserregend antwortet, wird noch am selben Tag an die Hauspflege oder den Arzt weitergeleitet. Ziel für das erste Jahr: tausend Eingetragene, etwa jede sechste Person der möglichen Zielgruppe.

Fahrdienst und Begleitung. Da das genannte Problem der Weg dorthin ist, kann das Seniorentelefon an Tagen mit Hitzewarnung eine Fahrt zum nächsten kühlen Ort buchen, mit den Fahrzeugen, die schon für «Sommerfrische in der Stadt» genutzt werden, und mit Freiwilligen der Vereine; die kühlen Orte in den schlechter versorgten Stadtvierteln werden in der Nähe von Bushaltestellen gewählt.

Zählen und berichten. Jeder kühle Ort zählt an Tagen mit Hitzewarnung die Eintritte; das Register zählt Eingetragene, Anrufe, Antworten und weitergeleitete Fälle; am Ende des Sommers veröffentlicht die Gemeinde alles, zusammengefasst und nach Stadtviertel, gemeinsam mit den Daten des Sanitätsbetriebs über die Zugänge in der Notaufnahme.

Ein erster Schritt, den Bozen allein gehen kann

Man muss nicht auf den Landesplan warten. Bis März 2027 kann die Gemeinde das Netz und das Register versuchsweise für einen Sommer beschließen, Bibliotheken, Bürgerzentren und Museen fragen, welche Räume sie zu welchen Zeiten zur Verfügung stellen, die Karte drucken und den Brief verschicken. Der Brief kostet wenig und macht den Unterschied: Ohne ihn bleibt das Register leer, wie die Klimaoasen ohne Schild.

Was es kostet

Die Zahlen sind Schätzungen der Größenordnung, auf erklärten Annahmen aufgebaut, mit der Gemeinde und dem Betrieb für Sozialdienste zu überprüfen. Fast die gesamten Kosten sind Personal und Kommunikation: Die Gebäude gibt es schon.

Kosten eines Sommers, mit 1.000 Eingetragenen im Register und 15 Tagen mit Hitzewarnung

PostenEuroAnnahmen
Erhebung der Orte, Schilder, dreisprachige Karte25.000Erhebung, Grafik, Druck, Webseite mit der Karte
Öffnung abends und am Samstag an Tagen mit Hitzewarnung36.0005 Orte, 15 Tage, 8 Stunden mehr pro Tag, 2 Personen: 1.200 Stunden zu 30 Euro
Wasser, Sitzplätze, Ventilatoren, Thermometer10.000Mindestausstattung für Orte, die sie nicht haben
Informationskampagne in Leichter Sprache10.000Plakate, Faltblätter in Apotheken und Arztpraxen, drei Sprachen
Brief an allein lebende Einwohnerinnen und Einwohner ab 75 Jahren12.000etwa 6.000 Briefe mit Formular und Rückumschlag, 2 Euro pro Brief
Anrufe während der Hitzewarnungen15.0001.000 Eingetragene, ein Anruf alle zwei Tage über 15 Tage: 7.500 Anrufe zu 4 Minuten, 500 Stunden zu 30 Euro
Koordinierung des Registers27.500eine halbe Stelle im Betrieb für Sozialdienste, 55.000 Euro Arbeitgeberkosten in Vollzeit
Telefonie und Software des Registers10.000bestehende Nummer, einfache Verwaltungssoftware
Hausbesuche nach den Anrufen11.0005 % der Anrufe, 375 Besuche zu einer Stunde, 30 Euro
Bewertung25.000Zählungen, Telefonumfrage am Sommerende, Auswertung der Notaufnahmedaten
Summe181.500etwa 1,70 Euro pro Einwohner; der Teil des Registers, 75.500 Euro, kostet etwa 76 Euro pro eingetragener Person

Übernehmen geschulte Freiwillige die Anrufe, wie in Trient, fällt dieser Posten fast weg und die Summe sinkt unter 170.000 Euro; bei 2.000 Eingetragenen verdoppeln sich Anrufe und Besuche, und die Summe steigt auf etwa 210.000 Euro. Zum Vergleich: Das Netz der kühlen Orte allein, 81.000 Euro, kostet weniger als einen Euro pro Einwohner.

Woran wir merken, ob es wirkt

  • Abdeckung. Anteil der Einwohner mit einem geöffneten kühlen Ort in zehn Gehminuten, auf der Karte gemessen: mindestens 90 % im Jahr 2027, in jedem Stadtviertel.
  • Nutzung. Eintritte in die kühlen Orte an Tagen mit Hitzewarnung im Vergleich zu normalen Tagen, an der Tür gezählt; mindestens 500 Eingetragene bis 30. Juni 2027 und 1.000 bis Ende des Sommers.
  • Anrufe. Anteil der Eingetragenen, die in jeder Anrufrunde erreicht werden (Ziel: mindestens 80 %), und Zahl der an die Hauspflege oder den Arzt weitergeleiteten Fälle.
  • Bekanntheit. Im September eine kurze Telefonumfrage unter einer Stichprobe der Einwohnerinnen und Einwohner ab 75 Jahren: Wissen Sie, wo der nächste kühle Ort ist? Wissen Sie, dass es das Register gibt? Dieselbe Art von Stichprobenerhebung, die das ASTAT 2023 bei älteren Menschen durchgeführt hat.
  • Ergebnisse. Zugänge in der Notaufnahme Bozen von Menschen ab 75 Jahren an Tagen mit Hitzewarnung und die tägliche Sterblichkeit in derselben Gruppe, verglichen mit den Sommern 2024–2026 und mit einer ähnlichen Stadt ohne solche Maßnahmen, etwa Meran oder Trient. Ein einziger Sommer reicht nicht, um eine Wirkung auf die Todesfälle zu sehen; das muss man vorher sagen.

Ende September 2027 entscheidet eine Überprüfung: Man macht weiter und erweitert das Netz, wenn mindestens 500 Personen eingetragen sind und die Nutzung der Orte gezählt wurde; man korrigiert und verlegt Orte und Zeiten, wenn sich die Nutzung auf ein Stadtviertel oder auf die falschen Stunden konzentriert; man beendet den Teil mit dem Register, wenn trotz des Briefes weniger als 200 Personen eingetragen sind. Die Ergebnisse werden in jedem Fall veröffentlicht.

Einwände

«Klimatisierte Orte gibt es schon, und niemand geht hin.» Das hat die Gemeinde dem Land geantwortet, und es ist das ernsthafteste Argument. Aber ein Ort, von dem niemand weiß, wo er ist, und der um 17 Uhr schließt, ist keine Zuflucht. Barcelona hat herausgefunden, dass das Schild, die Karte, die Öffnungszeiten und die Gehentfernung zählen; und für alle, die es nicht dorthin schaffen, ist die Antwort kein weiterer Ort, sondern der Anruf und die Fahrt.

«Es gibt keine Belege, dass Klimaoasen Leben retten.» Das stimmt, ich schreibe es oben. Deshalb schlage ich vor, die Eintritte zu zählen und Notaufnahme und Todesfälle zu vergleichen: Bozen kann eine der ersten Städte sein, die das misst. Und die aktiven Anrufe haben eine bessere Grundlage, in den Plänen Frankreichs und Italiens.

«Das Register greift in die Privatsphäre ein.» Die Eintragung ist freiwillig und widerrufbar, die Daten bleiben beim Betrieb für Sozialdienste, der Brief nutzt nur Alter und Familienstand aus dem Melderegister der Gemeinde, wie es schon die Einladungen zu Impfungen tun. In Frankreich ist das Register gesetzlich vorgesehen und wird seit zwanzig Jahren genutzt.

«Das macht ab 2027 das Land.» Der Landesgesundheitsplan sieht verpflichtende Maßnahmen vor, aber die Gemeinden sind aufgerufen, eigene Pläne zu machen, und die Landesregierung hat das im Landtag gesagt. Kommt der Landesplan, wird dieses Netz der Bozner Teil davon; verzögert er sich, wartet der Sommer 2027 nicht.

«Besser Bäume und grüne Plätze.» Ja, und die braucht es: Aber ein Baum, der 2027 gepflanzt wird, spendet 2037 Schatten. Netz und Register wirken ab dem ersten Sommer und kosten weniger als ein Platz.

«Das kostet.» Weniger als 2 Euro pro Einwohner für einen Sommer. Die Gemeinde gibt schon Geld für «Sommerfrische in der Stadt» aus, das weiterläuft; die Summe ist nicht veröffentlicht und sollte neben diese gestellt werden.

Was ich noch nicht weiß

  • Wie viele Menschen ab 75 Jahren in Bozen allein leben: Meine Zahl ist eine Schätzung aus den Durchschnittswerten der Volkszählung; das Melderegister der Gemeinde weiß es genau.
  • Welche öffentlichen Orte klimatisiert sind und welche im Sommer geöffnet haben, zu welchen Zeiten: OpenStreetMap sagt es nicht, die Erhebung schon.
  • Was der Sanitätsbetrieb und die Hausärzte in Bozen heute an Tagen mit Hitzewarnung tun: ob es ein Register der Gefährdeten gibt und wie viele Menschen es erreicht.
  • Was «Sommerfrische in der Stadt» kostet und wie viele Teilnehmende es 2025 und 2026 hatte.
  • An welchem Tag und in welcher Form der Gemeinderat die 17 Vorschläge Ende Juni 2026 abgelehnt hat und mit welchen Stimmen: Ich habe nur einen Pressebericht vom 1. Juli.
  • Die Unsicherheitsintervalle und die Aufteilung nach Alter der Schätzung von 43 Hitzetoten in Bozen 2026, im ursprünglichen Bericht.
  • Ob Bozen zu den 54 Gemeinden gehört, in denen das Ministerium die tägliche Sterblichkeit überwacht; diese Daten bräuchte die Bewertung.
  • Warum die Zahl der Tropennächte 2024 in der Reihe von Eurac (28) und in der Jahresbilanz des Landesamts für Meteorologie (33) verschieden ist.
  • Was in der Debatte des Landtags vom 10. September 2026 wörtlich gesagt wurde: Die italienische und die deutsche Pressemitteilung geben sie verschieden wieder, das Wortprotokoll habe ich nicht gelesen.

Zwei Fragen an alle, die hier leben

Manches, was ich nicht weiß, wissen die Menschen, die hier leben. Die Antwort dauert eine Minute, nach persönlichen Daten wird nicht gefragt; die Antworten sind nicht öffentlich, Alessandro liest sie.

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Jede Korrektur wird im Tagebuch (italienisch) und in einer neuen Version dieser Seite festgehalten.

Quellen

  1. Eurac Research, Klimawandel Monitoring Südtirol (Startseite auf Deutsch), Indikator «Tropical nights», aktualisiert am 13. Oktober 2026, auf Daten des Landesamts für Meteorologie und Lawinenwarnung der Autonomen Provinz Bozen (CC BY 4.0). Jahresreihe für Bozen 1961–2025 und Tiefpassfilter am 29. Oktober 2026 aus der Grafik «Tropical nights in Bolzano» abgelesen; Mittelwerte pro Jahrzehnt von mir berechnet. Das Landesamt nannte in seiner Jahresbilanz für 2024 33 Tropennächte in Bozen (STOL, «Das war das Wetter-Jahr 2024 in Südtirol in Zahlen»), die Reihe von Eurac 28: Den Grund für den Unterschied kenne ich nicht; ich verwende die Reihe von Eurac, weil sie den ganzen Zeitraum seit 1961 abdeckt.
  2. il Dolomiti, «Meteo, l’estate degli estremi in Alto Adige», 31. August 2026, zur Bilanz von Dieter Peterlin, Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung (italienisch).
  3. ANSA, «Caldo in Alto Adige, pronto soccorso sotto controllo, accessi +10%», 26. Juni 2026 (italienisch).
  4. London School of Hygiene and Tropical Medicine, Mitteilung zur Studie «Heat-related urban mortality attributable to human-induced climate change in Europe in summer 2026» (Imperial College London und LSHTM), 23. Oktober 2026; M. Sartori, «Caldo, 92 morti tra Trento e Bolzano solo nell’ultima estate», il Dolomiti, 28. Oktober 2026, mit den Werten für Bozen und Trient nach IrpiMedia (italienisch).
  5. ASTAT, Landesinstitut für Statistik, Statistikatlas (italienisch: Atlante statistico): Bevölkerung ab 65 Jahren, Haushalte laut Melderegister, allein lebende Personen nach Altersklasse, Bozen am 31. Dezember 2025. Abgerufen am 29. Oktober 2026. Die Daten der Gemeinde, über die die ANSA am 5. August 2026 berichtete, haben einen anderen Stichtag und ergeben 50.990 Haushalte und 23.360 Einpersonenhaushalte.
  6. ISTAT, «Anziani: la condizione abitativa e le persone su cui contare. Anno 2023», 18. Februar 2026, ständige Volkszählung 2023: Übersicht 1 (Einpersonenhaushalte von Menschen ab 75 Jahren nach Gebiet und Verstädterungsgrad) und Abbildung 3 (allein lebende ältere Menschen ohne jemanden, auf den sie zählen können). Die Schätzung für Bozen stammt von mir.
  7. Stadtgemeinde Bozen, «„Sommerfrische in der Stadt 2026“ vorgestellt», Pressemitteilung vom 27. April 2026 (italienische Fassung: «Un’estate da brivido 2026»); für die früheren Ausgaben die italienischen Mitteilungen vom 17. Juni 2024 und vom 12. Juni 2025. Die italienische Fassung von 2026 spricht von einem Angebot «von Montag bis Freitag», nennt für Montag aber keinen der beiden Standorte.
  8. Gesundheitsministerium, Rundschreiben Nr. 3873 vom 21. Mai 2026 zum staatlichen System zur Vorbeugung der Hitzefolgen (Text): Bulletins für 27 Städte vom 25. Mai bis 20. September, verlängerbar bis 30. September; «Linee di indirizzo per la prevenzione. Ondate di calore e inquinamento atmosferico», Aktualisierung vom 28. Juli 2026, mit dem Dipartimento di epidemiologia del Servizio sanitario della Regione Lazio (PDF): Register der Gefährdeten, aktive Überwachung durch die Allgemeinmediziner während der Hitzewellen, Hausbesuche ab Stufe 2 (beide italienisch).
  9. BGS News – Buongiorno Südtirol, «Bolzano, nessun via libera alle misure contro l’afa. Scontro in Consiglio comunale», 1. Juli 2026 (italienisch).
  10. Südtiroler Landtag, Pressemitteilung vom 10. September 2026 zu den Beschlussanträgen Nr. 443/26 «Extreme Hitze gefährdet Patient*Innen und Mitarbeiter*innen in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – Hitzeschutz dringend geboten» (Team K, eingebracht am 24. Juli 2026) und Nr. 448/26 «Südtirol braucht einen Hitzeschutzplan» (Grüne Fraktion, eingebracht am 17. August 2026). Italienische Fassung: «Lavori Consiglio: misure contro il caldo torrido, Long Covid», aus der die Aussagen von Messner, Pamer und Ploner stammen. Deutsche Fassung: «Plenarsitzung – Hitzeschutzplan, Ursachen für Long Covid», mit dem Wortlaut der beiden Anträge und denselben Abstimmungsergebnissen. Beide am 29. Oktober 2026 gelesen. Die deutsche Fassung gibt die Debatte anders wieder: Messner verweist dort auf den neuen staatlichen Gesundheitsplan und auf die laufende Überarbeitung des Südtiroler Gesundheitsplans, ohne das Jahr 2027 zu nennen; Pamer sagt, in ihrem Bereich gebe es vor allem in Meran und Bozen schon Angebote zum Hitzeschutz, die auszubauen seien; der Hinweis auf Frankreich fehlt. Text des Antrags 448/26 unter den politischen Akten (italienisch).
  11. Ajuntament de Barcelona, Info Barcelona, «More than 500 climate shelters to combat the heat this summer 2026», 16. Juni 2026; Seite des Netzes der Klimaoasen, mit den empfohlenen Bedingungen (beide englisch); il Fatto Quotidiano, Artikel über die im August geschlossenen Klimaoasen, 20. August 2026, nach der Studie von Desca zur Verfügbarkeit des Netzes an den Sonntagen im August (italienisch).
  12. Legambiente, Schätzung nach Avvenire, «Emergenza caldo, il pressing di sindaci e ambientalisti: misure subito, più soldi per le buone pratiche», 29. Juni 2026 (italienisch): nach dem Vorbild Barcelonas mindestens 5.900 Klimaoasen in Italien, fast 17.000 für ein dichteres Netz. Die Verhältnisse habe ich berechnet: etwa 59 Millionen Einwohner Italiens geteilt durch 5.900 und 17.000 ergibt etwa 10.000 und 3.500 Einwohner pro Klimaoase; die 106.901 Einwohner Bozens ergeben daher etwa 11 und etwa 31 Klimaoasen.
  13. Mairie du 20e arrondissement de Paris, «Le fichier REFLEX», Juni 2026; France Bleu / ICI, «Pendant la canicule, la ville de Paris appelle et prend des nouvelles de ses anciens», 26. Juni 2019 (am 29. Oktober 2026 nicht erreichbar: die Zahlen von 2019 sind so wiedergegeben, wie der Artikel sie nannte, ohne zweite Prüfung). Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 2004-626 vom 30. Juni 2004 (namentliches Register) und Dekret Nr. 2004-926 vom 1. September 2004 (Aufgaben des Bürgermeisters), laut Landot Avocats, «Plan canicule 2017: quelles sont les obligations du maire?», 14. Juni 2017 (alle französisch).
  14. A. Fouillet, G. Rey, V. Wagner und andere, «Has the impact of heat waves on mortality changed in France since the heat wave of 2003? A study of the 2006 heat wave», International Journal of Epidemiology, 37 (2008), S. 309–317.
  15. F. de’ Donato und andere, «Temporal variation in the effect of heat and the role of the Italian heat prevention plan», Public Health, 161 (2018), S. 154–162 (23 Städte; Zeitraum 1999–2002 gegenüber drei Zeiträumen zwischen 2005 und 2016). Die Studie wird zitiert von ECCO, «Quanto si muore di caldo in Italia?», Policy Briefing, 14. Oktober 2026, mit einer Schätzung von 14.500 vermiedenen Todesfällen, die ich nicht überprüfen konnte und nicht verwende.
  16. Sky TG24, «Rifugi climatici contro il caldo estremo, dove sono», 2026 aktualisiert; Open, «Caldo record, i rifugi climatici: cosa sono e dove si trovano in Italia», 24. Juni 2026; VDossier, «I rifugi climatici come risposta all’emergenza», 1. September 2026; Il Post, Artikel vom 24. Juni 2026 über die Hitzepläne der Städte (Bologna, Florenz); Gemeinde Bologna, Seite über die Laubengänge als schattige Wege, November 2025; greenMe, Artikel von 2025 über Angebote für ältere Menschen bei Hitze (Aosta); Gemeinde Verona, Broschüre «Estate Anziani 2026», Projekt «Lo so che non sono solo» (alle italienisch, Bologna auch englisch).
  17. l’Adige, «Pronto Pia per gli anziani, a Trento una rete di volontariato», 13. Juni 2017 (italienisch).
  18. R. D. Meade und andere, «Efficacy of cooling centers for mitigating physiological strain in older adults during daylong heat exposure: a laboratory-based heat wave simulation», Environmental Health Perspectives, 131 (2023); J. C. Semenza und andere, «Heat-related deaths during the July 1995 heat wave in Chicago», New England Journal of Medicine, 335 (1996), S. 84–90, Fall-Kontroll-Studie (Abstract: Odds Ratio 0,3 für Menschen mit funktionierender Klimaanlage und für Menschen mit Zugang zu einem Verkehrsmittel). Die Werte für Körperkerntemperatur und Herzfrequenz stammen aus der Dissertation von R. D. Meade (Universität Ottawa) und von G. W. McGarr und anderen, Physiology & Behavior, 2023, zum selben Experiment.
  19. Oxford Open Climate Change, «Public health effectiveness of cooling centres during periods of adverse hot weather: a systematic review», 2025.
  20. Centers for Disease Control and Prevention, «The use of cooling centers to prevent heat-related illness», Zusammenfassung der Umfragen zu Nutzung und Bekanntheit der Zentren (darunter Sheridan 2007, Allgemeinbevölkerung von Dayton, Philadelphia und Phoenix); Public Health Ontario, Kurzübersicht über hitzegefährdete Bevölkerungsgruppen, August 2023, mit der Umfrage unter älteren Menschen in Arizona und dem Wert für Toronto.
  21. OpenStreetMap, © OpenStreetMap contributors, Lizenz ODbL 1.0; Abfrage vom 29. Oktober 2026 über die Overpass-Schnittstelle (Datenstand 10. August 2026) der Elemente, die als Bibliothek, Bürgerzentrum, Museum, Kultstätte, Park, Garten, Trinkbrunnen, Brunnen, Schwimmbad und Einkaufszentrum markiert sind, innerhalb der Gemeindegrenze Bozens, den fünf Stadtvierteln zugeordnet. Die Datei liegt im Projekt unter lavoro/grezzi/osm_luoghi_freschi_bz.csv.